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Zusammenstellung: High End Gaming PC (Stand: März 2017)

Komponente Modell ungefährer Preis
Prozessor (CPU) Intel Core i7-7700K, 4x 4.20Ghz (LGA 1151) 360 Euro
CPU-Kühler be quiet! Dark Rock Pro 3 72 Euro
Arbeitsspeicher Corsair Vengeance LPX schwarz DIMM Kit 16GB, DDR4-3200, CL16-18-18-36 100 Euro
Grafikkarte Palit GeForce GTX 1080 GameRock Premium, 8GB GDDR5X
700 Euro
Mainboard ASRock Z270 Extreme4 160 Euro
Netzteil be quiet! Dark Power Pro 11 550W 135 Euro
Festplatte Samsung SSD 850 Pro 512GB, SATA
Seagate Desktop SSHD 2TB SSHD
136 Euro
100 Euro
Gehäuse CoolerMaster MasterCase Maker 5 170 Euro
Gesamt: 1.933 Euro

Prozessor: Intel Core i7-7700K

Der Intel Core i7-7700K ist der Kaby Lake-Nachfolger des beliebten Intel Core i7-6700K der Skylake-Generation und stellt unter Kaby Lake momentan die maximale Ausbaustufe dar. Mit 4 physischen Kernen und 8 Threads ist er bestens gerüstet fürs Zocken, gleichzeitiges Streamen und Aufnehmen ist auch kein Problem. Dabei hat der Nachfolger des i7-6700K rund 5-10% mehr Leistung in den meisten Spielen, lässt sich aber noch einmal deutlich höher Takten als der Vorgänger – also ein echter Tipp für Freunde des gepflegten Prozessor-Tunings.

Warum kein Intel Core i7-6800K oder i7-6950X?

Der „kleinste“ Vertreter der Intel Broadwell-E Generation, der Intel Core i7-6800K, ist ein echtes Tier: Mit sechs physischen Kernen und 12 Threads ist dieser Prozessor allen Aufgaben im Gaming-Bereich spielend gewachsen und eignet sich auch hervorragend für Aufgaben aus dem Profibereich. Der Intel Core i7-6950X bietet mit 10 Kernen und 20 Threads sogar noch mehr Leistung, die Intel sich aber teuer bezahlen lässt. CPUs der Broadwell-E Reihe sind für Enthusiasten und Profis, die viele CPU-intensive Aufgaben zu erledigen haben, eine kluge Anschaffung. Für den typischen Gamer jedoch bringen Sie keinen Vorteil, wenn man Benchmarks aus gängigen Spielen betrachtet (siehe Computerbase). So liefert der Intel Core i7-7700K und auch der Core i7-6700K in Assassins Creed Unity eine bessere Figur ab als die teuren Broadwell-Kameraden und sticht diese um über 5% aus. GTA V macht nur vom i7-6950X wirklich Gebrauch, dieser schneidet hier 5% schneller ab als der i7-6700K, ist dafür aber auch gut ums dreifache teurer. Der i7-6800K ist in Spielen meist gute 5% langsamer als der i7-6700K und 5-10% langsamer als der Intel Core i7-7700K, da er eine geringere Leistung pro Kern hat und aktuelle Spiele schlecht auf Mehrkernprozessoren abgestimmt sind. Das ist den deutlichen Aufpreis momentan nicht wert.

Für die Enthusiasten und Profis unter Euch empfehlen wir aber dennoch einen Intel Core i7-6800K oder besser noch einen Intel Core i7-6950X gepaart mit einem guten Intel X99-Mainboard wie dem ASRock X99 Taichi.

Prozessorkühler: be quiet! Dark Rock Pro 3

Ein echter Gigant unter den Prozessorkühlern: Der be quiet! Dark Rock Pro 3 ist ein massiver Kühler mit einem Gewicht von 1,2 Kilogramm, der jedem Prozessor locker gewachsen ist. Und dabei verrichtet er seinen Dienst auch noch ausgesprochen leise und ist dank toller Verarbeitung über jeden Zweifel erhaben.

Warum keine Wasserkühlung?

Komplettset-Wasserkühlungen sehen schick aus und sind auch nicht mehr so teuer, wie sie einmal waren. Die Kühlleistung der sogenannten „All in One (AIO)“-Wasserkühlungen entspricht aber meist der eines guten Tower-Kühlers wie dem Dark Rock Pro 3. Dazu kommt, das manche Systeme aufwendig gewartet werden müssen, da sie sonst ihre Kühlleistung verlieren oder sogar undicht werden. Wir sind der Meinung, das eine Wasserkühlung nur für Enthusiasten eine wirkliche Option ist. Dann sollte aber auch das komplette System gekühlt werden – Also CPU, Grafikkarte(n) und bestenfalls das Mainboard, wenn Ihr große Übertaktungsversuche geplant habt. Sonst ist der große Vorteil der Wasserkühlung, nämlich die grandiose Kühlleistung gepaart mit der absoluten Laufruhe, schnell dahin.

Es gilt: Ein normaler Gaming-PC braucht keine Wasserkühlung. Eine Selbstbau-Wasserkühlung muss regelmäßig gewartet werden!

Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LPX 16GB, DDR4-3200

Corsair ist durch Arbeitsspeicher bekannt geworden: Die Corsair Vengeance-Reihe bietet zuverlässigen RAM, der sich auch etwas übertakten lässt und perfekt mit dem Intel Core i7-6700K zusammenspielt.

Grafikkarte: Palit GeForce GTX 1080 GameRock Premium

Der Nvidia GeForce GTX 1080 Grafikchip ist aktuell der schnellste Grafikbeschleuniger, den man sich in den Gaming-PC einbauen kann. Die Partnerkarte von Palit bietet dabei das Meiste fürs Geld: Sie ist eine der schnellsten Grafikkarten mit GTX 1080-Chip und bleibt dabei auch noch angenehm kühl und leise. Ein absoluter Preis-/Leistungstipp für den High-End Gaming PC!

Alternativen: Siehe Grafikkarten-Ratgeber

Warum kein SLI/Crossfire?

Aktuell bringen Systeme mit mehreren Grafikkarten nur wenig Vorteile. In vielen Spielen bringt eine zweite Nvidia GeForce GTX 1080 gerade einmal ein Plus an Performance im einstelligen Porzentbereich, nur wenige Spiele profitieren wirklich von zwei Grafikkarten und können dann gut 40% mehr Leistung vorweisen. Noch düsterer sieht es bei drei Grafikkarten aus: Diese Systeme werden von Nvidia nur noch für Benchmark-Zwecke unterstützt. SLI und Crossfire kann auch einige Softwareprobleme bereiten. Für den „Otto-Normal“ Gamer raten wir Euch deshalb nicht zu einem Multi-GPU-System. Für Enthusiasten und FPS-Jägern mit Spaß am Basteln geben wir grünes Licht!

Alternative von AMD ist in Sicht

Auch AMD drängt mit einiger Verspätung auf den High-End Gaming Markt. Die neuen AMD Vega-Grafikprozessoren sollen so stark sein wie Nvidias Counterpart Nvidia GeForce GTX 1080. Da es diese aber noch nicht zu kaufen gibt, können wir Sie auch nicht in unserem Ratgeber auflisten.

Mainboard: ASRock Z270 Extreme6+

Auch ASRock liefert bereits erste Mainboards mit dem neuen Intel Z270-Chipsatz, der die Kaby Lake-Generation unterstützt.

Alternative 1: ASRock Z170 Extreme6+ (alter Chipsatz, bessere Ausstattung)

Das ASRock Z170 glänzt mit hervorragender Ausstattung und bringt alles mit, was unsere High End Gaming PC Zusammenstellung brauchen könnte. Von USB 3.1 (Typ C und A) über 7.1 Sound ist an Anschlüssen alles dabei. Ein M.2 Slot mit 32GB/s PCIe-Anbindung sichert den Weg in die SSD-Zukunft (zum Beispiel für eine Samsung 960 Pro). Das UEFI ist sehr durchdacht und bringt viele Features mit, die das Leben als Gamer und Übertakter erleichtern.

Netzteil: be quiet! Dark Power Pro 11

Netzteile von be quiet! sind unter PC-Bastlern und Gamern bereits sehr beliebt, da sie eine gute Qualität zu einem günstigen Preis bieten. Nicht anders sieht es bei dem be quiet! Dark Power Pro 11 aus. Mit einer hervorragenden Effizienz von 94% (80 Plus Platinum) und teilmodularem Kabelmanagement hält es Euren PC kühl und aufgeräumt und bringt zugleich genug Leistung für alle Komponenten mit.

Alternativen: Siehe Netzteil-Ratgeber

Speicherplatz: Samsung SSD 850 Pro & Seagate BarraCuda Compute

Samsungs SSD 850 Pro ist zwar schon eine Weile auf dem Markt, aber immer noch eines der schnellsten Modelle. Der Nachfolger 960 Pro/Evo bietet zwar noch ein wenig mehr Schreib- und Leserate, was den Aufpreis gegenüber der 850 momentan aber nicht wirklich wert ist. Die Unterschiede fallen im Betrieb einfach viel zu klein aus, als das sie für den Benutzer überhaupt zu bemerken wären. Auch in Spielen gibt es keinen bemerkbaren Vorteil der Samsung 960 – also ist die Samsung 850 Pro eine gute Möglichkeit, um Geld zu sparen und trotzdem volle Spielepower zu bekommen!

Als Massenspeicher für alle Eure Daten und Spiele haben wir die Seagate BarraCuda Compute herausgesucht. Als SSHD ist sie die Kreuzung einer kleinen SSD und einer herkömmlichen Festplatte, während die SSD als Cache genutzt wird. Das verringert die Zugriffszeiten etwas und bringt die Vorteile einer Festplatte, die Daten sicher langfristig speichern kann, mit sich.

Alternative 1: Samsung SSD 960 Pro

Alternative 2: OCZ Vector 180

Siehe auch: Festplatten-Ratgeber

Gehäuse: Cooler Master MasterCase Maker 5

Das Cooler Master MasterCase Maker 5 ist ein Tipp von uns: Es ist qualitativ hochwertig verarbeitet und bietet allerlei Möglichkeiten, Hardware komfortabel und möglichst schick einzubauen. Dabei ist das Case modular und bietet mehrere Ankerpunkte für zum Beispiel den Festplattenkäfig und die Belüftung. Auch für Radiatoren einer Wasserkühlung ist genug Platz.
Genre könnt Ihr aber auch jedes andere Gehäuse verwenden, das Euch gefällt. Ein Tipp für Leisetreter wäre zum Beispiel das Fractal Design Define R5. Deutlich günstiger als das MasterCase Maker 5 wäre die Cooler Master MasterBox 5, die auch einen guten, modularen Aufbau bietet. Achtet dabei nur darauf, dass die Grafikkarte und der CPU-Kühler in das Gehäuse passt und das Gehäuse genug Platz für die SSD und die Festplatte bietet.

Fazit: High End Gaming PC zusammenstellen – Luft nach oben ist immer!

Einen Gaming-PC mit Top Performance zusammenzustellen, ist eine leichte Sache – doch wenn man auch den Geldbeutel etwas schonen will, muss man etwas Recherche betreiben. Leicht hätten wir den Preis von unserem High End Gaming System über die 2000-Euro-Marke treiben können (auch 3.000 Euro wären kein Problem gewesen!). Hier stellt sich jedoch die Frage, ob der Aufpreis berechtigt ist. Intels Broadwell-E Prozessorreihe treibt die Kosten mit über 1000 Euro alleine für die Intel i7-6950X Prozessoren in die Höhe, doch bei der Spieleperformance ist das System selten mehr als fünf Prozentpunkte schneller als mit dem deutlich günstigeren Intel Core i7-6700k. Auch SLI und Wasserkühlung sind nur bedingt zu empfehlen.

Was sagt Ihr zu unserer Zusammenstellung? Wir freuen uns sehr über konstruktive Kritik in den Kommentaren!

Hinweise:

  • Diese Kaufberatung wurde von uns mit großer Sorgfalt und mit viel Recherche zu jeder einzelnen Komponente erstellt. Dennoch können wir keine Haftung übernehmen und geben keine Garantie auf Richtigkeit – Fehler sind menschlich. Bitte informiert euch genau über alle Komponenten und deren Preise, bevor ihr den PC zusammenstellt.
  • Mit dieser Kaufberatung suchen wir einen guten Mittelweg für Einsteiger in den PC-Selbstbau. Enthusiasten sind sich bei einzelnen Komponenten schnell uneinig – das ist auch klar, jeder Anwender hat andere Vorstellungen. Vorschläge zu Änderungen könnt ihr gerne in die Kommentare schreiben – beachtet jedoch bitte die Netiquette.